Nähmalen: Bilder malen mit der Nähmaschine - wie's geht

Genähmaltes Bild eines Springreiters, ca. 30 x 40cm
Genähmaltes Bild eines Springreiters, ca. 30 x 40cm

Ich habe das Bild eines Springreiters in meinem Mallehrbuch ("Die Kunst des Zeichnens", W. Foster) gesehen.


Mit dem Kopierer habe ich es vergrößert und dann auf Soluvlies (wasserlösliches Vlies) in den Umrissen übertragen.


Das Soluvlies mit den Umrissen habe ich auf Leinenstoff - auf dem ich zuvor die Größe des Rahmens, in dem das Bild gerahmt werden soll, mit Frixion Tintenroller (Markierung "verschwindet" durch Bügeln) markiert habe und dann mit ca. 3cm Zugabe ausgeschnitten habe - mit Stecknadeln am Rand festgesteckt.


An der Nähmaschine habe ich schwarzes Garn eingefädelt, auch der Unterfaden ist schwarz. Den normalen Nähfuß habe ich gegen den Echoquiltfuß (mit dem kann ich es am besten) ausgetauscht. Da er durchsichtig ist, kann ich sehen, wo ich noch Linien nähen muss. Der Transporteur muss ausgeschaltet werden, der Stoff wird - während man näht - mit beiden Händen unter der sich auf- und abbewegenden Nadel hin- und hergeschoben.  Je schneller man näht, umso kleiner werden die Stiche und umso leichter läßt sich die Nadel "dirigieren", aber umso schneller schleichen sich auch "Nähfehler" (z.B. "Schlangenlinien", Zacken etc.) ein - die sich nicht mehr beheben lassen. Je langsamer man näht, umso länger werden die Stiche, vorausgesetzt, man bewegt den Stoff mit der gleichen Geschwindigkeit.


Jetzt das Bild nähen.


Wenn man fertig ist, reißt man die größten Stücke des Soluvlieses vorsichtig ab. Den Rest kann man mit lauwarmen Wasser auswaschen.


Bild trocknen lassen und dann bügeln.


Jetzt kann es in einen passenden Rahmen eingespannt werden.


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