Japanische Flechttechnik: Wieviele Streifen brauche ich?

Vielleicht habt ihr Lust, euer eigenes Projekt in japanischer Flechttechnik zu machen?


Wie weiß man dann, wieviele Streifen in welcher Länge man braucht?


Im Blogeintrag vom 8. Februar hatte ich schon mal ausführlich darüber geschrieben, wie man das berechnen kann.


Nun habe ich eine einfache visuelle Methode für euch. Die könnt ihr natürlich auch auf ein großes Blatt Papier zeichnen.


Ich habe dafür auf der Rückseite meiner Schneidematte mit wasserfestem Stift Markierungen vorgenommen:

Japanische Flechttechnik: Wieviele Streifen brauche ich? Graphische Methode

Die folgende Erklärung ist - angelehnt an das Foto oben - für Einflechtungen im 30-Grad-Winkel mit fertigen, 2,5cm breiten Streifen.


Ihr könnt das dann natürlich auch entsprechend - vielleicht in anderen Farben - für Einflechtungen im 45 oder 60-Grad-Winkel oder natürlich auch fertige Streifen, die eine andere Breite haben, abändern.


"Vorarbeiten"


Am linken unteren Eck ein Geodreieck anlegen, 30° markieren und von diesem Eck aus dann durch die Markierung eine Linie ziehen (= im Foto die obere blaue Linie bzw. die Diagonale).


Zu dieser Linie dann im Abstand der tatsächlichen Breite des fertigen Streifens (also nachdem Vliesofix eingebügelt wurde) eine Parallele ziehen (=die untere lange blaue Linie im Foto).


Im Foto seht ihr, daß ich mir noch den Gradwinkel hineingeschrieben habe und - zwischen den Parallelen -daß der fertige Streifen 2,5cm breit ist.


Anzahl der Streifen


Entscheidend ist nun, daß ihr senkrecht zwischen den beiden langen blauen Linien ablesen könnt, durch welche Zahl (im Foto "3") ihr die Zentimeteranzahl für die Höhe eures Projektes teilen müßt, um die benötigte Anzahl (nur für eine Flechtebene!) zu bekommen.


 Die Länge der Streifen


Merkt euch die Abmessungen eures gewünschten Flechtstücks auf der Schneidematte von links unten aus. Dann vom linken unteren Punkt auf der Linie für die Gradzahl, in der die Streifen eingeflochten werden sollen bis zu den Seiten eures Flechtstücks messen. Gebt zu diesem Wert noch 4cm dazu und rundet dann zum nächsten 5-er-Schritt auf. Beispiel: "31" plus 4 = 35, aufgerundet auf 40cm.


Diese Bestimmung der Anzahl und Länge der Streifen macht ihr für jede "Flechtebene" eures Musters (siehe auch Blogeintrag vom 8. Februar), die 1. Ebene der senkrechten Streifen nicht vergessen!

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