Leinenpöbler: 3 Wochen später

Finn beim alten Wasserwerk

Zugegeben, auf dem Foto sieht mein Schäferrüde wegen seiner Größe zwar imposant, aber doch "ganz lieb" aus. Ist er auch, solange man mir nichts tut ;-)  Ich hab' ja im Blog vor 3 Wochen geschrieben, daß ich mir den Rat eines Hundetrainers geholt habe, weil es mein Traum ist, mit meinem Schäferrüden und/oder unserer Hündin egal wo gehen zu können, OHNE daß es "Krawall" gibt, wenn uns andere Hunde entgegenkommen. Geballte 60kg - das geht ja auch auf die Arme.


Es läuft definitiv immer besser, nur manchmal klappt es halt noch nicht so gut. Naja, an einem Ehepaar mit 2 bellenden Hunden, mit unseren beiden vorbeizukommen, ist schon eine Herausforderung. Überraschenderweise hat das bei mir selbst - vorneweg mit dem Schäferrüden, hinter mir mein Mann mit der Hündin - annehmbar geklappt. Als mein Rüde die Ohren stellte und fixierte (also die "Vorzeichen", daß es "gleich losgeht"), schaffte ich es nicht, ihn zu korrigieren. Dann kam ein Beller von ihm (= nächste Eskalationsstufe), ich ruckte kurz an der Leine und lief richtig zackig weiter. Das funktionierte! Mein Mann hatte allerdings mit der Hündin alle Hände voll zu tun.


Ganz stolz war ich gestern. Zuerst lief ich mit dem Schäferrüden ein Stück vor einem anderen Gassigeher, drehte dann aber um und lief diesem auf der anderen Straßenseite auf der Straße (da kein Bürgersteig vorhanden) entgegen. Die Leine (normale 2m-Leine) war locker und obwohl der andere Hund bellte und an der Leine zu uns hin zog, blieb mein Schäferrüde ruhig.


Bei Hundebegegnungen die Leine durchhängen lassen und zügig ruhig vorbeizulaufen, dann funktioniert es - fast ausnahmslos. Das "ruhig vorbeilaufen" ist nur nicht so einfach.


Im gerade erzählten Fall kannte ich den anderen Hundebesitzer und er weiß, daß ich am Üben bin :-)   Danke Thomas, toll, daß Du da mitmachst!


Wenn es aber stimmen sollte, daß es 50 (manche sagen auch 100) "gut laufende" Hundebegegnungen braucht, bis der Hund gelernt hat, bei Hundebegegnungen ruhig zu bleiben und man aber jedesmal, wenn der eigene Hund pöbelt, wieder bei Null anfängt, dann wären wir mit beiden Hunden ........ hm, da brauchen wir noch ein bißchen.


Es ist auch ein Unterschied, ob ich mit einem Hund oder mein Mann und ich mit beiden Hunden unterwegs sind. Zwei Hunde, die zusammen leben, sind nicht "Wesen von Hund 1" + "Wesen von Hund 2", wenn ein anderer Hund entgegenkommt, sondern ein Rudel. Und meistens schaut sich der eine vom anderen nicht immer das Gute ab ;-)


Der Schäferrüde sollte ein Spielkamerad für unsere Hündin sein, die sehr gerne rennt. Aber die Dame mag halt leider nur spielen, wenn sie selbst Lust darauf hat.


Bin also viel am Üben mit den Hunden. Außerdem spiele ich demnächst bei mehreren Veranstaltungen ein paar Stücke als Teil eines Saxophontrios, eine Premiere für mich. Jeder von uns hat da andere Noten. Lampenfieber habe ich jetzt schon. Da kann ich das "ruhig bleiben" gleich mal mitüben.

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