Wie wird aus Noten Musik?

Mein Tenorsaxophon

Profimusiker, Fortgeschrittene und "Ich-kann-alle Noten -direkt-vom-Blatt-spielen"-Leute brauchen nicht weiterzulesen - die können's ja schon. Die Noten, die sie noch nie zuvor gesehen haben, "vom Blatt runter" zu spielen. Fehlerlos.


Dazu gehöre ich leider (zumindest bisher - was nicht ist, kann ja noch werden :-) ) nicht. Bin also fleißig dabei, Stücke für die Bigband einzuüben, mir gefällt der Sound total und ich will gut mitspielen können. Das geht nur mit Üben, keine Frage. Nur WIE übt man am besten?? Das ist für jeden wohl etwas anders. Folgendes ist mir bisher eingefallen:


a) Jemand, der gut Noten vom Blatt spielen kann bitten, das Stück zusammen durchzugehen.


b) Vielleicht hat jemand das Stück gespielt und davon ein Video auf Yo***be eingestellt. Dann hat man schon eine gute Vorstellung davon, wie es sich "hinterher" anhören und wie schnell es gespielt werden sollte.


Oder es gibt eine DVD/CD von der Gruppe, in der man mitspielt.


c) Es gibt hier eine Musiksoftware, die "Capella scan & play" heißt. Die Online-Lizenz kostet 28€ (Stand Juli 2015). Mit der Software kann man Musiknoten einscannen. Dann startet man die Notenerkennung. Wenn die fertig ist, korrigiert man die Stellen, an der die Software die Noten oder Pausen nicht richtig erkannt hat, nach. Das geht mit der Software erstaunlich schnell. Schließlich kann man sich das Ganze vorspielen lassen - zunächst in langsamerer Geschwindigkeit zum Mitüben und später in der über den Noten angegebenen "richtigen" Geschwindigkeit. Oder auch nur einen Teil davon. Transponierende Instrumente (also Instrumente, die nicht auf c gestimmt sind), kann man sich klingend ausgeben lassen, d.h., wenn ein c dasteht, erklingt beim Tenorsax ("B-Instrument") ein b.


d) Das ganze Stück durchspielen und die Stellen, an denen es "hakt", am Blattrand kennzeichnen. Diese immer wieder durchspielen, bis es "läuft".


e) Sich bei schwierigen Notenabfolgen ein Wort ausdenken, z.B. bei der Abfolge 

Notenbeispiel Sechzehntel-Achtel-Sechzehntel

(also quasi kurz-lang-kurz) einen Begriff, der die Notenwerte (in diesem Fall "kurz-lang-kurz") in der Aussprache des Begriffs wiedergibt, z.B. "Big-Bääänd-Sound" oder "Re-gen-schirm".


Außerdem sei es am Schluß vom Üben wichtig, daß man immer mit einem Stück aufhört, das man gerne spielt, sozusagen als "Belohnung". Damit man am nächsten Tag wieder Lust hat, zu üben.


Ihr habt weitere Tipps? Schreibt mir unter info(at)unikationale.de.

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