Autsch! Fersensporn

Bei jedem Auftreten das Gefühl, auf einen Nagel zu treten. Die Ferse tut tierisch weh. Nach dem Aufstehen zunächst sehr schlecht auftreten können.

 

Seit August plage ich mich damit herum, in meinem Fall an der Fußunterseite.

 

Leider ist Fersensporn wohl etwas Langwieriges - nach Aussage meines Arztes geht der Fersensporn "bei den meisten innerhalb eines Jahres von ganz allein weg". Ein Jahr?! "Bei den meisten" - und bei den anderen? Da bleibt's angeblich chronisch. Das mag ich mir echt nicht ausmalen. Übrigens ist nicht der Fersensporn (sieht auf dem Röntgenbild aus wie ein Rosendorn) selbst für die Schmerzen verantwortlich, sondern eine Entzündung.

 

Zunächst der Hinweis, daß ich keine Ärztin bin, die Auflistung unten nur eine Hilfestellung sein soll und keinen Arztbesuch ersetzen kann.

 

Hier eine Liste von "Gegenmaßnahmen". Am besten scheint eine Kombination von mehreren Sachen zu helfen:

 

  • Schmerztabletten
  • Schmerzsalbe
  • Pferdesalbe (gibt's in der Apotheke)
  • Eispack (in Tuch eingewickelt) drauf
  • langes Stehen vermeiden
  • Fuß beim Sitzen auf Massageball hin- und herrollen
  • Bein ausstrecken, einen Gürtel(Handtuch, der Länge nach zusammengerollt) um den vorderen Teil des Fußes legen und dann zu sich her ziehen
  • ein Tuch vom Boden aufheben - aber mit den Zehen greifen
  • sich vor eine Wand stellen, dann mit dem betroffenen Fuß einen Schritt zurück. Dann sich mit den Händen an der Wand abstützen. Das nicht betroffene Bein abwinkeln. Dadurch werden die Sehnen im betroffenen Bein/Fuß gedehnt.
  • sich mit beiden Füßen bis zum vorderen Fußballen auf eine Treppenstufe stellen, dann den hinteren Teil der Füße absenken. Gut festhalten! Alternativ nur den betroffenen Fuß absenken, den anderen anwinkeln.
  • Homöopathisch: Hekla Lava D3 zusammen mit Rhododendronsalbe
  • Betroffenen Fuß fest über einem Nudelholz abrollen
  • Sich vom Orthopäden spezielle Einlagen verschreiben lassen (aktuell bekommt man wohl bis zu 2 Paar pro Jahr von der Krankenkasse bezahlt)
  • Schuhe mit sehr weichem Fersenbereich kaufen (z.B. "Crocs")
  • Schuheinlagen kaufen, die extra weich gepolstert und für Fersensporn geeignet sind (z.B. von FootActive, Modell "Comfort")
  • Gelkappen kaufen für schmale Schuhe, in die die Schuheinlagen nicht reinpassen
  • man kann den Fuß auch "tapen" lassen, das sind so farbige Spezialbänder, die aufgeklebt werden
  • es gibt spezielle, nachts zu tragende Socken, die am Zehenende ein Band haben, mit dem man den Vorderfuß zum Schienbein hin fixieren kann
  • es gibt spezielle, nachts zu tragende Schienen, die den Fuß in einem rechten Winkel zum Schienbein halten
  • Stoßwellentherapie (muß man, zumindest als Kassenpatient, leider selbst zahlen), dabei werden Stoßwellen auf die betroffene Ferse gerichtet, die das Gewebe zur Selbstheilung anregen sollen. Angeblich wird dabei der Fersensporn nicht bzw. nur teilweise zertrümmert.
  • Wenn es gar nicht anders geht, kann man sich auch operieren lassen. Dabei wird der Fersensporn abgetragen. Auch das soll aber nicht zu 100% helfen.

 

Leider muß man offensichtlich ausprobieren, was einem selbst am besten hilft - jedem scheint etwas anderes zu helfen. Bei mir haben es die Schuheinlagen + homöopathische Mittel + Nudelholz ziemlich gebessert. Ganz weg ist es aber immer noch nicht, weshalb ich die Stoßwellentherapie versuchen will.

 

Am schlimmsten ist es ja direkt nach dem Aufstehen, hier hilft, VOR dem Aufstehen den vorderen Teil des Fußes z.B. mit einem Gürtel zu sich zu ziehen, um die Fußunterseite zu dehnen.

 

Ihr habt weitere Tipps, was man gegen Fersensporn machen kann? Schick eine Mail an info@unikationale.de

Kommentar schreiben

Kommentare: 0