Balou ist über die Regenbogenbrücke gegangen

Gestern mussten wir ganz unerwartet unseren Britisch-Kurzhaar-Kater Balou einschläfern lassen.

 

Wir waren im Juli zur jährlichen Impfung beim Tierarzt gewesen, da war nur aufgefallen, daß er etwas zuwenig wog. Damals hatten wir wegen dem Zustand seiner Zähne gleich einen Termin für eine Zahnsanierung für letzten Donnerstag gebucht - zusammen mit seinem Bruder Buddy, der herzkrank ist. Vor der jeweiligen OP war auf meinen Wunsch hin bei beiden Katern ein Bluttest gemacht worden - eigentlich, um ein Narkoserisiko für Buddy möglichst gering zu halten. Und dabei kam dann heraus, daß Balou ernsthaft krank ist, also gleich in die Tierklinik, wo sich die Diagnose FIP leider bestätigte. 70ml Flüssigkeit wurden aus dem Bauchraum gezogen, deren Untersuchung leider wieder in dieselbe Richtung wies. FIP ist tödlich, es gibt (bis jetzt) keine Therapie/kein Medikament dagegen, nur Maßnahmen, die das Leben der Katze/des Katers verlängern.

 

Balou kam nochmal nach Hause, aber er fraß nur sehr wenig, schlief viel, atmete schnell und war sehr matt - so gar nicht Balou. Aber es könnte ja auch an der Aufregung wegen der ganzen Untersuchungen beim Tierarzt und in der Tierklinik liegen. Ich streichelte ihn viel, gab ihm sein Lieblingsfutter Thunfisch und später ein wenig seiner heißgeliebten Milch. Nachdem ich wußte, daß der Bauchraum wieder voller Flüssigkeit laufen (kann Stunden, Tage oder auch Wochen dauern) und Balou dann Atemprobleme bekommen würde und neurologische Ausfälle haben könnte, traf ich gestern dann die Entscheidung, ihn einschläfern zu lassen.

 

Bei der Tierärztin angekommen, informierte sie mich, er habe aufgrund erneuter Flüssigkeit im Bauchraum nun auch Herzgeräusche auf beiden Seiten und beginnende Atemprobleme. Sein Zustand hatte sich innerhalb von 1 1/2 Tagen so sehr verschlechtert, dass sie sagte, es wäre wirklich am besten für ihn, ihn gehen zu lassen.

 

Etwas mehr als 14,5 Jahre war er bei mir gewesen, ein wunderhübscher Kater, der mich häufig zum Lachen brachte und sich gern zu mir gekuschelt hat. Es tut so unglaublich weh. Tigerle, ich vermisse Dich!