Maine Coons im Doppelpack ziehen ein

Maine Coon-Kater, red smoke, 18 Wochen alt
Maine-Coon-Kater, red smoke, 18 Wochen alt

Nachdem unser Britisch-Kurzhaar-Kater Buddy im Oktober nach 14 Jahren seinen Kumpel verloren hatte, ist er an mir gehangen wie eine Klette, wollte ständig gestreichelt und bespielt werden und hat abends und frühmorgens geschrien, so dass mein Mann und ich nur sehr schwer einschlafen konnten. Lange haben wir überlegt, wie wir ihm helfen könnten.

 

So hatten wir im Januar beschlossen, eine kleine Maine-Coon-Kätzin als Spielkamerad für ihn zu holen. Ein Weibchen deshalb, weil Maine Coons die größte Hauskatzenrasse ist und Weibchen kleiner und leichter sind als Männchen. Als wir sie uns aber ansahen, war es klar, dass sie für unseren Buddy viel zu lebhaft wäre. Also fiel die Wahl doch auf einen Kater. Die Züchterin machte uns darauf aufmerksam, dass es keine gute Idee wäre, nur einen kleinen Kater als Spielkamerad auszuwählen, wir sollten 2 kleine Kater nehmen. Die würden Katzengesellschaft für unseren Buddy sein und könnten aber miteinander wild spielen.

 

Unser Schäferhund Finn, mittlerweile 13 Jahre alt, würde kein Problem haben, er tut Katzen nichts.

 

Ich wollte ungewöhnliche Namen für die beiden und letztendlich habe ich "neutrale" Namen genommen, beide kommen aus dem Finnischen: Mika (finnisch für Michael) und Matti (finnisch für Mathias).

 

Und so haben wir seit Ende Februar 3 Kater und einen Schäferhund ;-)

 

Da wir ein offen geplantes, an einem Hang gebautes Haus haben, stellten wir die Transportbox mit den beiden Kleinen im Untergeschoss vor die Jumbo-Katzentoilette und ließen Buddy zuerst an der geschlossenen Box schnüffeln. Er hat überraschend wenig geknurrt und gefaucht, war eher neugierig. Da wir 3 Geschosse haben und in jedem Geschoss Katzentoiletten und zum Teil mehrere Trinkmöglichkeiten stehen, hatten die drei genügend Platz, sich in den ersten Tagen auszuweichen.

 

Um es kurz zu machen: Mittlerweile kuscheln die 3 Kater miteinander, bei Angelspielen macht Buddy mit, aber bei wilden Hetzjagden hält er sich lieber raus. Auch mit Finn und den beiden hat es super geklappt. Die Entscheidung, gleich 2 Wurfgeschwister zu nehmen, war genau die richtige!

 

Leider hatte Matti, der hellere der beiden Kater, sich noch beim Züchter eine Bindehautentzündung eingefangen. Nachdem diese auch nach einer Woche nicht weg war, gingen wir zum Tierarzt, nach 2 weiteren Tagen in die Tierklinik Ismaning (sehr zu empfehlen!), eine Woche später in der Tierklinik zu einer Augenspezialistin, die dann diagnostizierte, dass der Kleine eine Bindehautentzündung hat aufgrund einer Herpesinfektion. Und ja, Mika und Matti waren, als wir sie von der Züchterin geholt haben, selbstverständlich grundimmunisiert, also unter anderem auch gegen Katzenschnupfen mehrfach geimpft. Trotzdem ist es passiert.

 

Da Finn Demenz und Arthrose hat, Buddy (mittlerweile 15 Jahre alt) HCM und Matti Herpes, mußte ich 3 von unseren 4 Tieren 9 verschiedene Medikamente über den Tag verteilt verabreichen.

 

Jetzt ist Mattis Bindehautentzündung abgeklungen, das Herpesvirus wird er immer in sich tragen. Als "Vorsorge" füttere ich allen 3 Katzen L-Lysin zur Stärkung der Immunabwehr. Die Hoffnung ist, dass so Herpesausbrüche im besten Fall verhindert und in ungünstigeren Fällen "milder" ausfallen.