Finn geht über die Regenbogenbrücke

Schäferhundrüde Finn

Mein 13 Jahre alter Schäferhundrüde Finn hatte seit seinem 6. Lebensjahr grauen Star in seinem linken Auge und einiger Zeit auch Probleme mit seiner Hüfte, die wir aber mit Tabletten im Griff hatten.

 

Außerdem hatte er seit etwa einem Jahr Demenz. Dies äußerte sich beispielsweise so, daß er auf Gassirunden nicht mehr sein Geschäft verrichtete und, sobald wir zurück waren, im Haus "böllerte". Er verlor auf der Gassirunde während des Laufens seine "Böller" oder machte während des Überquerens einer Straße bzw. einer (Gott sei Dank nicht stark befahrenen) Kreuzung. "Früher" hatte er nur auf Gras sein Geschäft verrichtet, niemals auf Asphalt. Oder er wollte in den Garten, stand dort auf der Terrasse, "starrte" in den Garten, kam dann ins Haus - und legte dort Tretminen. Er legte sich zwischen Garderobe, Schuhschrank und Wand  - laut Tierärztin, weil er sich so sicherer fühlte. "Normalerweise" war er immer bei uns im Wohnzimmer gelegen. Aber auch das alles besserte sich merklich mit der Gabe von Propentotab, Tabletten, die die Durchblutung des Gehirns anregen.

 

Letzten Samstag abend dann verlor er dann die Kontrolle über seine Beine, er konnte nur noch mit Hilfe aufstehen. Die Augen bewegten sich schnell hin und her und er hielt seinen Kopf nach links geneigt. In der Tierklinik sagte man uns am Pfingstsonntag, daß nun noch ein Vestibularsyndrom ("Gleichgewichtsstörungen") hinzugekommen ist.

 

Da wussten mein Mann und ich, daß es Zeit war, ihn über die Regenbogenbrücke gehen zu lassen. Wir waren sehr froh, dass wir - trotz Corona - beide die Möglichkeit hatten, bei der Einschläferung dabei sein zu können. Un so konnte Finn auf einer Decke auf dem von Büschen umgebenen Rasen, der neben dem Behandlungszimmer auf der Seite des Gebäudes lag, gehen. Gott sei Dank schien die Sonne, bei Regen wäre dies keine Option gewesen.

 

Viele Leute hatten allein aufgrund seiner Größe Angst vor ihm, aber Finn war ein toller Begleiter, ein super verschmuster Familienhund, der sich obendrein mit unseren drei Katern prima verstanden hat.

 

Wir vermissen ihn sehr.

 

Mein Schäferhundrüde Finn und mein Maine-Coon-Kater Matti